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Das Dach ist fast fertig

Mittlerweile ist das Dach des zweiten Gebäudes fast fertig. Die Schweißer haben eine gute Woche daran gearbeitet manchmal zu dritt manchmal zu viert.

Der Wassertank der Toiletten im Gebäude musste entfernt werden sodass jetzt alle die umliegenden Toiletten benutzen müssen. Außerdem wurde die Wäscherei ausgelagert da ja oben nicht gearbeitet werden konnte. Wir haben im Garten hinter dem Haus dann Wäscheleinen gespannt, ein Waschbecken gab es dort schon. So müssen jetzt alle ein bisschen weiter laufen. Aber da jetzt Trockenzeit ist haben wir weiter keine Probleme

Aber mittlerweile ist ja ein Ende abzusehen, gestern Abend kamen dann auch die Dachplatten. Das war ziemlich schwierig sie nach Curahuasi zu transportieren da durch die Quarantäne der Verkehr lahmgelegt ist. Aber schließlich hat es dann auch geklappt. Leider sind die Dachplatten rot und passen nicht zu dem anderen Gebäude. Man kann sie natürlich auch lackieren aber ich bin nicht sicher ob eine Lackschicht hält. Aber ein Kinderheim darf ja auch bunt sein.

Wie läuft das Kinderheim in Zeiten von Corona?

Es ist für uns mittlerweile ein leidiges Thema aber kaum zu umgehen. Peru hat Coronamäßig schwer zugelegt. Nach dem es am Anfang kaum Fälle gab ist es mittlerweile in Südamerika mit am stärksten betroffen. Die meisten Fälle sind natürlich in Lima. Währendessen gibt es hier in den Bergen fast keine positiv getesteten Menschen. Und da das Krankenhaus nach wie vor mehr oder weniger leer steht kann man davon ausgehen das es auch tatsächlich keine Betroffenen gibt. Ob das an der Höhe liegt wie manche vermuten, an der geringen Bevölkerungsdichte oder sonst woran, kann niemand wirklich überzeugend sagen.

Allerdings gab und gibt es in ganz Peru eine relativ strikte Ausgangssperre, Maskenpflicht, ständiges Händewaschen, alle nicht lebensnotwendigen Geschäfte hatten geschlossen, der Verkehr lahmgelegt, Reisen sind so gut wie unmöglich. Flüge von und nach Deutschland gestrichen.

Mittlerweile werden Einschränkungen aber doch immer mehr gelockert. Wo Anfangs noch alle Läden geschlossen hatten öffnen jetzt immer mehr. Mit Ausnahme der Ferreterias (Baustoffe) haben wir den Eindruck das alles wieder, zumindest zeitweise geöffnet hat. Man gewöhnt sich daran das die (meisten) Leute mit Masken herumlaufen und nur einer nach dem anderen in ein Geschäft geht. Man kann aber immer noch nicht im Land reisen und die Grenzen sind geschlossen. Das ist im Alltag kein grosses Problem, höchstens das wir immer noch keine Sachen aus der Stadt (Cusco) bekommen.

Für das Kinderheim von besonderer Bedeutung ist das immer noch alle Schulen geschlossen sind und das auf unabsehbare Zeit. Wir mussten und müssen daher für unsere Kinder einen Ersatzunterricht organisieren, einesteils damit die Kinder nicht zuviel zurückbleiben, andererseits aber auch damit sie überhaupt Beschäftigung haben. Schliesslich sollen die Kinder nicht wochenlang herumhängen und sich langweilen. Zudem wo ja niemand das Kinderheim verlassen darf.

Ein kleines Update…

Nach einer langen Pause, bitte verzeiht, hier ein kleines Update darüber, was in den letzten Monaten bei ALMA passiert ist …
Da Gott immer wieder die Gelder zur Verfügung stellt, konnte der Bau des zweiten Gebäudes von Agapewasi langsam fortgesetzt werden. Wir durften eine Gruppe junger Leute aus einer Kirche in Arequipa begrüßen. Sie kamen genau an dem Tag an, an dem wir zusätzliche Hilfe zum Mischen und den Transport von Zement brauchen. Das Erdgeschoss ist jetzt fast fertig. Wir müssen noch auf einige der Böden Fliesen beziehungsweise Laminat verlegen und die Außentoiletten fertigstellen.
Wir waren auch mit dem Besuch eines amerikanischen Paares aus San Francisco gesegnet, das einige Aufnahmen für ein aktualisiertes Video über die Arbeit von ALMA hier in Curahuasi drehte. So Gott will, wird dies bis Ende des Jahres zur Ansicht verfügbar sein.
Agapewasi wächst weiter. Die lokalen Behörden sind sich nun unserer Anwesenheit und Bereitschaft bewusst geworden, Kinder aufzunehmen, die eine Unterkunft und Hilfe benötigen. Wir vertrauen Gott weiterhin für seine Versorgung für jedes dieser Kinder. Wir beten auch dafür, dass mehr Freiwillige kommen und uns helfen. Kürzlich haben wir die Mitteilung erhalten, dass wir mehrere Schlüsselpositionen dauerhaft besetzen müssen. Dazu gehören ein Sozialarbeiter, ein Lehrer und ein Psychologe. Bitte bete mit uns, dass wir die richtigen Leute für diese wichtigen Positionen finden.

Kinder, Kinder …

Vorgestern riefen Leute aus einer staatlichen Stelle zum Schutz von Familien und Kindern aus der Landeshauptstadt Abancay an. Sie haben zwei Mädchen gefunden deren Mutter wohl tot ist und der Vater sich nicht um sie kümmert – er hat Alkoholprobleme.

Gestern dann kamen Mitarbeiter dieser Behörde nach Curahuasi wo die Familie herstammt. Hier versuchten sie Angehörige zu finden um die Kinder dort unterzubringen.

Aber da fand sich keine Möglichkeit so das die Gruppe mitsamt den Kindern am Spätnachmittag bei uns auftauchte. Gleich mitgebracht hatten sie dann noch ein drittes Kind, die jüngste Schwester der beiden. Da wir die Kinder auch nicht trennen wollten haben wir uns bereit erklärt auch das dritte Kind noch bei uns aufzunehmen.

So haben wir jetzt 10 Kinder im Kinderheim und sind gespannt wie wir das bewerkstelligen können, das sie alle gut untergebracht sind.

Innerhalb von ca. 6 Wochen von 1 auf 10, das sind schöne Wachstumsraten. Aber bevor wir nicht noch Verstärkung in irgendeiner Weise bekommen können wir nicht mehr Kinder aufnehmen.

Ins Kinderheim zieht Leben ein – unser Team braucht Verstärkung!

Nach langem Warten und Beten hat Gott uns letzte Woche 5 neue Kinder ins Kinderheim geschickt – zwischen 3 und 12 Jahren! Außerdem kam ein 8-jähriges Mädchen zu uns zurück nach dem gescheiterten Versuch, sie wieder in ihre Familie zu integrieren.
So haben wir jetzt 7 Kinder im Heim und danken Gott von Herzen für diese wunderbare Gebetserhörung! Gleichzeitig spüren wir aber auch, wie unser kleines Team schon an seine Grenzen gekommen ist.

Zur Zeit sind wir konkret auf der Suche nach 2 Freiwilligen mit guten Spanischkenntnissen, die uns während der peruanischen Schulferien im Januar und Februar aushelfen können. Außerdem suchen wir Paten für die neuen Kinder, die ein Kind mit 30€ pro Monat unterstützen können. Wir brauchen 3 Paten für jedes Kind, um die laufenden Kosten für Essen, Kleidung, Schule und Betreuung der Kinder decken zu können. Die Paten erhalten ein Foto von dem Kind und aktuelle Informationen, damit sie für ihr Patenkind beten können.
Wenn Du Interesse an einer Patenschaft oder an einer Mitarbeit bei uns hast, freuen wir uns über eine kurze Nachricht an info@alma-peru.org oder über das Kontaktformular der Webseite. Wir sind sehr dankbar für alle, die  mit uns für diese Kinder beten und sie finanziell oder tatkräftig unterstützen.

Auch über die Schulferien hinaus brauchen wir immer wieder junge Leute, die im Rahmen eines Kurzzeiteinsatzes oder eines freiwilligen Jahres im Kinderheim mithelfen sowie ein weiteres Ehepaar zur Verstärkung unseres Kernteams in der Kinderheimarbeit.

 

ALMA-Team im Einsatz in Puka-Puka

Diese Woche waren wir in Puca Puca, um dort den Versammlungsraum der kleinen christlichen Gemeinde etwas wetterfester und heller zu machen. Es wurden die Löcher im Dach zugeklebt, die Innenwände gestrichen und Jute angebracht, damit der Wind nicht zu stark durch die Ritzen fegt, etc. Wir hoffen und beten, dass die Verbesserungen an der Hütte die Besucher in der Regenzeit im Trockenen sitzen lässt.

(Claudia Nickel)

Im Kinderheim gibt’s viel zu tun…

In den letzten Tagen wurde viel geschafft bei ALMA: unsere Wasserpumpe musste aus dem Brunnen gezogen werden, da das Sicherheitsseil leider nicht hielt, was man uns versprach und doch durchgerostet ist. Die Treppe zum 1. Stock ist mittlerweile begehbar und die Stützen werden gegossen, damit die Eisenstäbe in der Regenzeit nicht zu Rosten beginnen. Außerdem hat unser Garten eine Bewässerungsanlage bekommen und somit blühen unsere Blumen auch in der Trockenzeit und die Tomaten wachsen fleißig. Auch haben wir genügend Feuerholz, um mit den Kids Lagerfeuer zu machen. 😀 Wir sind Gott von Herzen dankbar für alles Gute was er uns schenkt!

(Claudia Nickel)